Aldara's Blog - Ramblings about Life, the Universe and Everything Else

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Gedanken

Ist es nicht seltsam, wenn die Vorstellungen von der Zukunft klarer werden, aber die Energie, mit der man die Gegenwart angeht, trotzdem nicht größer wird? Vielleicht liegt es daran, dass die Gegenwart nicht als direkter Pfad zur Zukunft erkannt wird...

Ich studiere so vor mich hin. Das erzähle ich auch jedem, der mich fragt, wie's mir so geht und was ich so mache. Und so fühlt sich das auch an. Ich kann kaum erkennen, dass das, was ich da tue und lerne, mal zu dem führen soll, was ich später mal tatsächlich machen will!
Was wahrscheinlich damit zusammenhängt, dass ich nicht als Stationsarzt enden will.
Der Anfang des Semesters war noch ganz gut. Querschnittsfächer finde ich klasse, da wurde viel Grundlagenwissen nochmal vertieft. UaK hat zumindest den Kontakt zum Patienten, auch wenn ich es nicht unbedingt sinnvoll finde, sechs Studenten mit einem Patienten alleine zu lassen um ihn zu befragen und zu untersuchen. Man wurschtelt sich nämlich so durch die Anamnese, lässt sich vollquatschen und hört vielleicht einmal aufs Herz, und hinterher hat man vielleicht eine kurze Geschichte, aber viel schlauer ist man nicht. Ein Feedback zur Anamneseführung, das wäre mal toll. Und ein Unterricht, der nicht so total frakturiert ist, dass man sich kaum ein Bild des Ganzen machen kann. Mal ganz davon abgesehen, dass er auch nicht auf die Klausuren vorbereitet.
Und dann wäre da noch Patho. Wo zwei Dozenten hundertzwanzig Studenten in fünfundvierzig Minuten ein halbes Dutzend schlecht fixierte, mikroskopische Präparate näher zu bringen versuchen. Während man Glück hat, wenn man weiß, um was es gerade geht, geschweige denn festzustellen, welche von den komischen Zellen, die es unter meinem Mikroskop glaub ich gar nicht gibt, jetzt die sind, die man eigentlich finden soll.

Hmpf.
Drücken wir die Daumen fürs nächste Semester. Man soll die Hoffnung ja nie aufgeben.
20.7.09 23:14
 
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