Aldara's Blog - Ramblings about Life, the Universe and Everything Else

Aldara's Blog

freude große freude

Die Klausuren sind vorbei! Gestern, nach vieren hintereinander mit nur 10-15 min Pause dazwischen, konnte ich den Rest des Tages nichts anderes tun, also mir lustige Serien anzuschauen. Heute hat die Welt mich wieder und auf dem Weg um Essen einzukaufen musste ich ganz dringens in den Stoff-Lagerverkauf hier um die Ecke reinschauen. Schließlich habe ich in meinem Schnittmuster-Selbstmach-Wahn vor Weihnachten einen guten Meter blauen Futterstoff verschnitten - und außerdem: Stoff kann man immer brauchen und vielleicht gibt es schon was hübsches Frühlingshaftes, ne?

So etwas richtig Frühlingshaftes hab ich noch nicht gefunden, dafür aber einen sehr hübschen, grob gewebten, grünen Wollstoff, der mich angefleht hat, ein Etuikleid zu werden. Außerdem was hübsches schwarz-weiß Kariertes (vielleicht für dieses coole Rockabilly-Kleid mit dem tiefen Rückenausschnitt aus der aktuellen Burda? oder doch was ganz einfaches?), der Futterstoff natürlich, plus schönen karierten Futterstoff für das neue Wollkleid, plus weißer Futterstoff für den roten Pünktchenstoff, der hier noch rumliegt... plus 20 cm von der cremefarbenen Spitze, um die ich schon Monate herumschleiche, weil ich daraus Handschuhe machen will. Oh, und weißer Futterstoff mit schwarzen Pünktchen, weil er so niedlich war. *g*

Damit hätte ich jetzt Stoff für... mindestens sieben Kleider hier rumliegen. Nein, acht! Da war ja noch die schöne rote Seide von Ikea... *kopfschüttel* Und ich plane nicht, zu stoppen. Aber vielleicht sollte ich demnächst anfangen, den Stoff tatsächlich auch zu vernähen.
5.2.10 19:04


eine birnen-schokotarte zum geburtstag

Mein Schatz hatte gestern Geburtstag und statt wie jedes Jahr eine Death-by-Chocolate-Torte zu backen, habe ich dieses Jahr mal was anderes ausprobiert. Um Silvester rum haben wir dieses wunderbare kleine Italienische Café Giro d'espresso entdeckt, das neben enorm leckeren heißen Schokoladen (teilweise aus italienischem Kakao, teilweise aus echter Schoki) und richtig gutem Espresso auch italienische Kuchen hat, für die man sterben könnte. Mandorle-Torte, Fragolino-Kuchen, Mousse-au-Chocolat-Torte... und eine sehr leckere Schoko-Birnen-Tarte, die ich ganz dringend nachmachen musste. Ziemlich einfach, ziemlich schnell und seeehr lecker!

Für den Teig:
80g Butter
80g Zucker
2 größere Eier
1 Prise Salz
125g Mehl
2-3EL Kakaopulver
1TL Backpulver
etwas Milch

Für den Belag:
1 Dose Birnen
200g Sahne
100ml Birnensaft (aus der Dose)
300g Zartbitter-Blockschokolade

Backofen auf 200°C vorheizen und eine Tarteform ausbuttern und mit Semmelbrösel ausstreuen- Butter weich werden lassen und mit dem Zucker verrühren bis die Butter weiß wird. Eier unterschlagen bis eine Creme entsteht. Salz, Mehl, Backpulver und Kakao dazugeben und verrühren. Milch einrühren, bis der Teig die typische gießbare aber nicht flüssige Rührteigkonsistenz hat. In die Tarteform geben und ca. 15-20 min backen. Abkühlen lassen, in der Zeit Sahne und Birnensaft erhitzen, vom Herd nehmen und Schokolade einrühren. Die Birnenhälften vierteln. Auf der Tarte erst eine dünne Lage Schokoganache verstreichen, dann die Birnenstücke drauf verteilen und die restliche Schokolade drübergießen. Dann ab in den Kühlschrank, bis alles fest ist.

Bild: sxc.hu
12.2.10 15:32


grüner kartoffelsack...

Nachdem ich den Stoff so schick fand und wegen der überstandenen Klausuren auch so unendlich motiviert war, habe ich vor ein paar Tagen den grünen Webstoff zu einem Winter-Etuikleid mit wunderschönem Futter verarbeitet. Man muss allerdings sagen - mit dem Ergebnis bin ich nur bedingt zufrieden...

Nachdem der Stoff im Laden wirklich toll aussah und sich echt schön anfühlte, war ich schon nach dem Waschen nicht mehr so ganz davon überzeugt. Irgendwie war er sehr locker gewebt und außerdem ganz schön stretchig. Hmm. Das Ausschneiden war mit aufgestecktem Schnitt noch kein Problem, aber beim Anpassen/Abstecken fings an. Das ist eh der Teil, den ich beim Nähen am wenigsten mag und irgendwie war wegen der Elastizität des Stoffs alles zu groß und die Abnäher zu klein... musste jedenfalls alles geändert werden. Möglicherweise liegt es auch ein bisschen am Schnitt, obwohl das mit dem schwarzen Wollstoff kein Problem war. Allerdings war auch der Futterstoff nicht ganz passend.

Schlussendlich fing ich dann an mit Nähen und habe unwissentlich den genau gleichen saublöden Fehler wie beim letzten Mal begangen. Ich hab mich schon gewundert, warum meine Hals- und Armausschnitte immer so blöd werden und sich auch durch Bügeln nicht schön glätten lassen... Bis ich beim blättern in meinem Nähbuch auf der Suche nach dem unsichtbaren Reisverschluss draufgekommen bin, dass ein Ausschnitt nicht nur einen Besatz (bzw. Futter) braucht - nein, eigentlich gehört da eine Einlage (Vlieseline) rein. Dann steht die Naht auch und man muss nicht extra noch eine Obernaht daneben machen! (Hmpf. Das stand auch in der Schnittanleitung - aber ich habs irgendwie beides mal überlesen...)

Die zweite blöde Tat war dann, das (zugegebenermaßen sehr schöne) Futter unten am Saum festzunähen. Ich dachte mir, das ist bestimmt besser wenn ich beide Lagen gemeinsam säume - allerdings liegen die Stoffe leider nicht ganz glatt aufeinander und der blöde grüne stretcht und jetzt legen sich natürlich Falten, immer wenn ich sitze.

Und Schatz meinte, der Stoff sieht aus wie ein grüner Kartoffelsack - ich solle doch mal im Eine-Welt-Laden fragen, ob ich damit da arbeiten kann.

Hmpf. Auch wenn ich mit dem Kleid nicht ganz zufrieden bin, finde ich es eigentlich ganz hübsch - und es ist dank Futter auch winterwarm. Wenn ich allerdings statt subjektiv in den Spiegel zu schauen mit das ganze auf einem Foto ansehe, wird mir klar, dass es doch ganz schön blöd aussieht. Schön blöd.

Ich hoffe, das nächste Kleid wird besser.

Jedenfalls hab ich beschlossen, nicht nur Vlieseline zu kaufen sondern mir auch eine Schneiderpuppe nach Maß anzufertigen. Ich habe eine schöne Anleitung gefunden, wie man sich selbst mit Gipsbinden abformen und daraus eine Pappmaché-Schneiderpuppe machen kann. Das klingt lustig, nicht allzu schwer und der Torso kann bemalt auch als schicke Deko gelten, würde ich mal sagen. Noch hab ich ja Unmengen Zeit, also werde ich das demnächst mal in Angriff nehmen.
12.2.10 16:17


hmpf

Ok, this is depressing...

Ich habe gestern ein neues Kleid angefangen. Ich dachte, ich gebe meinem Etuikleid-Schnitt noch ne Chance und habe mir den schwarz-weiß karierten Stoff vorgenommen. Er war auch einfacher zu verarbeiten als der grüne, nicht so stretchig (aber dafür sehr fusselig/ausfransend). Ging alles gut, ich bin nochmal nach Anleitung vorgegangen statt aus dem Kopf zu nähen und ich habe sogar französische Nähte verwendet! Ok, möglicherweise war der Stoff dafür etwas dick, aber er war so fransig und ich mag die Zickzack-Abschlüsse nicht...

Ich habe auch rausgefunden, wie man Reißverschlüsse wunderschön einnäht! Nachdem der letzte so hässlich wurde - trotz Reißverschlussfuß - dachte ich, ich nähe mal gaaanz nah an den Zähnchen entlang. Und habe festgestellt, dass der Fuß auch dann nicht über die Zähnchen rutscht, wenn man ihn quasi darauf zu nähen lässt. Er näht einfach nur sehr nah daran entlang. Ich kam mir ein bisschen dämlich vor, dass ich das nicht früher bemerkt hatte... Aber es war ja auch erst mein vierter Reißverschluss insgesamt bzw. mein zweiter mit dem entsprechenden Füßchen.

Für den Besatz habe ich extra Vlieseline eingekauft, damit er nicht absteht und den hübschen schwarz-weiß gepunkteten Futterstoff verwendet. Und dann habe ich, trotz dreimaligem Nachschauen in der Anleitung, zwei saublöde Fehler gemacht. Erst habe ich beim Annähen des Besatzes an den Schulternähten nur die Nahtzugabe freigelassen und dann habe ich die Nähte zusammengenäht, ohne vorher den Besatz umzudrehen und die Nahtzugaben gleich zurückgeschnitten. *seufz*

Fehler Nr. 2 ist mir relativ schnell aufgefallen - Umdrehen ging anschließend nicht mehr. Man sollte offensichtlich nicht weit nach Mitternacht nur deshalb noch nähen, weil man etwas schnell fertig bekommen will! Jedenfalls bin ich frustriert ins Bett gegangen und habe heute morgen die Nähte wieder aufgetrennt. Dann wurde es schwierig mit den Schulternähten. Schon zurückgeschnittene Nahtzugaben, der Besatz ging auch bis ganz nah dran - kaum Platz zum Nähen. Die erste Naht hab ich mühselig hinbekommen (mit mehr Nahtzugabe, als mir lieb gewesen wäre), bei der anderen ist mir endlich eingefallen, wie man es richtig macht und ich hab ein Stück Besatz wieder abgetrennt, um mehr Platz zu haben. Diese Schulternaht wurde auch ganz schön, aber natürlich musste ich wegen der Symmetrie genau so viel Nahtzugabe nehmen wie auf der anderen Seite - mit dem Resultat, dass ich gerade beim Anprobieren festgestellt habe, dass die Träger jetzt zu kurz sind und der Rückenausschnitt absteht. *seufz*

Außerdem habe ich den Besatz hinten am Reißverschluss festgenäht, damit er nicht absteht - und zu nah an den Zähnchen genäht, so dass er jetzt nicht mehr zu geht. Jetzt bin ich frustriert! Hätte ich die Fehler nicht beim letzten Mal schon machen können?? Das Kleid ist sonst echt hübsch geworden und ich war sooo happy über den schönen Reißverschluss!

Na ja, jetzt werde ich die Besatznaht wohl nochmal auftrennen müssen und schauen, wie es aussieht, wenn der Reißverschluss ganz zu geht. Eventuell muss der Rückenausschnitt halt noch etwas größer werden (was große Probleme mit dem oberen Abschluss des Reißverschlusses und der Breite des Besatzes verursachen würde). Hmpf. Vielleicht mache ich erstmal den unteren Saum, damit das Kleid aufhört zu fusseln...
18.2.10 13:16


ein Karokleid

Nähen ist eigentlich ein sehr befriedigendes Hobby. Am Ende hat man etwas in der Hand, das man (mit etwas Glück) tatsächlich tragen kann, das einem gut passt und steht und gut aussieht. Gut, ganz so weit bin ich noch nicht (vor allem, was das Passen angeht), aber ich hoffe, das wird sich ändern, wenn ich mir demnächst eine persönliche Schneiderpuppe gebastelt habe. Die Gipsbinden und den Tapentenkleister habe ich schon - aber ich glaube, ich werde das Projekt auf April verschieben, wenn das Wetter etwas wärmer ist und ich wieder in Berlin bin.

Was das Karokleid angeht - ja der Reißverschluss am Rücken steht immer noch ab. Das ärgert mich ungemein, weil der Rest des Kleides richtig schön geworden ist. Aber ich denke, man kann es tragen.

Und hier ein paar Dinge, die ich beim Nähen dieser drei Kleider gelernt habe:

1. Stretchstoffe sind schwierig - auszuschneiden, anzupassen, zu nähen
2. wie man einen Reißverschluss richtig einnäht
3. bei französischen Nähten sollte man mehr als 1,5-2cm Nahtzugabe haben
4. dafür fransen sie nicht
5. vor dem Annähen des Besatzes nochmal genau nachdenken und Platz für die Schulternähte lassen
6. 40cm Reißverschluss am Rücken sind sehr knapp bemessen!
7. mit Vlieseline lässt sich der Besatz um einiges besser umbügeln, aber ganz zufrieden bin ich noch immer nicht
8. Futter nie unten am Saum annähen
9. immer schön alle Nähte auseinanderbügeln

Noch was? Mir fällt gerade nichts mehr ein. Mal sehen, was ich in Zukunft so herausfinde...
18.2.10 15:48


gemüse mal anders - nudeln mit erbsensauce

Erbsen mag ich total gerne. Kochen tue ich sie trotzdem selten, weil sie für mich ein totales Beilagengemüse sind. Mit Reis oder Kartoffeln zu Fisch oder Schnitzel - prima! Aber sonst? Tollerweise bin ich neulich auf ein sehr einfaches und schnelles Rezept für Nudeln mit Erbsensauce gestoßen - zwei meiner Lieblingsgerichte in einem!

Zutaten für 4-5 große Portionen
400-500g Nudeln (Penne, Farfalle, Spaghetti...)
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
300g TK-Erbsen
150g Sahne oder saure Sahnene
250ml Gemüsebrühe
Pfeffer, evtl. Salz

Nudelwasser zum Kochen bringen, salzen und die Nudeln bissfest kochen. Derweil Zwiebel und Knoblauch würfeln und in etwas Öl glasig dünsten. Erbsen dazu geben und ein paar Minuten mitdünsten. Mit Gemüsebrühe und Sahne ablöschen, aufkochen lassen und ein paar Minuten weiterkochen. Mit dem Pürierstab oder im Mixer pürieren und mit Pfeffer und evtl. Salz abschmecken. Mit den Nudeln servieren. Für ein bisschen mehr Pep kann man auch ein bisschen gebratenen Speck oder klein gehackte Walnüsse darüber streuen.

Ich mag an der Nudelsauce sehr gerne, dass sie das frische Grün der TK-erbsen behält. Das bringt ein bisschen Frühling in das End-Winterwetter!

Foto: sxc.hu
24.2.10 10:58


Gratis bloggen bei
myblog.de