Aldara's Blog - Ramblings about Life, the Universe and Everything Else

Aldara's Blog

herbstiges

Hach ja, und schon sieht's wieder nach Herbst aus.
Der Sommerurlaub - eine Woche Family in Berlin und zehn Tage Heimaturlaub im Allgäu - waren sehr schön. Irgendwo zwischen unmengen Termine und Leute treffen und leckerem Essen und Entspannung. Hab die süßeste Halbsizilianerin der Welt kennengelernt, meinen tollen schwarz-weißen Rock an mein Schwesterherz verschenkt (und prompt aus Versehen beim Kerze anzünden ein kleines Branntloch reingemacht, 100% Polyester ist halt doch nicht so der Hit - bin jetzt auf der Suche nach Baumwollstoff in schwarz mit weißen Punkten), ein Halbbrüderchen bekommen, die wunderschönste Krabbeldecke der Welt genäht, im Bodensee geschwommen (moment, schwimmen dekliniert man mit sein...) und bei einem unheimlich tollen Kochkurs mitgemacht.

Jetzt hat das "richtige Leben" wieder einigermaßen angefangen, zwei Tage Famulatur hab ich schon hinter mir. In einer Kinderarztpraxis, falls ich das noch nicht erwähnt haben sollte. Im Moment bin ich noch am hinterherlaufen und über die Schultern der Eltern linsen. Nicht so riesig spannend, auch wenn die Arbeitszeiten etwas angenehmer sind als im Krankenhaus. Allerdings, die Mittagspause ausfallen lassen und dafür um fünf zu Hause sein ist auch nicht ganz doof...

Jedenfalls, Kinderarztpraxis ist, wenn nicht wie ich es erwartet/gehofft hatte, dann so, wie ich es erwartet/befürchtet hatte. 99% Erkältungen und Vorsorgeuntersuchungen/Impfungen. Die Kiddies sind unheimlich süß (wenn sie nicht schreien wie am Spieß, während man versucht ihnen das Stethoskop auf die Brust zu drücken) und ich kann mir vorstellen, dass die Arbeit sehr schön ist, wenn man die Kinder tatsächlich untersucht, sich auf sie einlässt und schauen kann, ob sie auch tatsächlich altersgemäß entwickelt und gesund sind, und die unter ein Prozent rausfindet, die tatsächlich Hilfe brauchen. Und auch Elternängste beruhigen und in die richtige Bahn lenken ist bestimmt eine erfüllende Aufgabe. Aber das Zuschauen gestaltet sich nach zwei Tagen eher unspannend.

Gut, ich vergleiche auch mit meiner bisher einzigen anderen Famulatur auf der Inneren, wo ich zwar auch einen nicht unerheblichen Teil des Tages nutzlos auf dem Gang rumstand, während die Stationsärzte "kurz was anmelden", "kurz was holen" oder "kurz was nachschauen" waren, aber zumindest war ich eine dreiviertel Stunde des Tages mit Blutabnehmen gut beschäftigt, hab in den Pausen mit Patientenakten "von Medikamenten, Symptomen oder Blutwerten auf Krankheitsbilder schließen" gespielt und konnte zwischendrin bei Endoskopien, Herzechos und anderen Diagnostikmaßnahmen zuschauen und hab hin und wieder bei der Röntgenbesprechung auf den Bildern Dinge erkannt.

Na ja, wird schon besser werden, hoffe ich. Das Wochenende war jedenfalls schön, eineinhalb Tage in Brandenburg bei Freunden im Häuschen mit Garten Kaffee trinken, quatschen, grillen... Und heute noch im Kino. Julie&Julia, ein ganz lustiger Film über Leben und Kochen, würde meiner Mami bestimmt gefallen.
6.9.09 23:45


aaach ja

Nachdem ich jetzt unvermittelt ein paar Tage frei hatte, war das WE busy. Zwei Abschiedspartys, einmal mit Geburtstagsaspekt im Café Bilderbuch, einmal Grillen im Montbijoupark *sniff* und wir haben Freunde aus Wangen zu besuch. Eigentlich wollten wir heute nach Spandau zum Burgfest, sechzig mittelalterliche Stände und Ritterspiele, Langbogenwettbewerb, Gaukler usw. Klang sehr lustig aber das Wetter zusammen mit den 8€ Eintritt haben uns dann davon überzeugt, einen lustigen Tag zu Hause zu verbringen, mit heißem Met, Kartenspielen, Schokotarte und Zwiebelkuchen. Mjam. Nacher geht's vielleicht noch ins Kino und ab morgen bin ich dann auf der Rettungsstelle im EWK.
13.9.09 17:31


die zeit fliegt

*kopfschüttel* Man glaubt es kaum, es sind schon wieder zwei Wochen um. Allerdings war ich ja auch gut beschäftigt.

Famulatur auf der Rettungsstelle ist eine wahre Freude (meistens zumindest). Mein OA ist unheimlich nett und sympathisch und bringt mit viele tolle Dinge bei und ich arbeite teils selbständig, teils unter Aufsicht bei allem mit. Mit Patienten sprechen, untersuchen, sich über Diagnosen Gedanken machen, Untersuchungen auswerten und mit Laborwerten in Einklang bringen... Eine schöne Arbeit, auch wenn man nebenher viel Organisation betreiben muss. Patienten, die nicht internistisch sind, weitervermitteln, Diagnostik anmelden, koordinieren, Betten finden...
Selber machen durfte ich schon viel, angefangen von Anamnese und Untersuchung über Blut abnehmen und Venenkanülen legen bis hin zur arteriellen Blutabnahme und beim Legen eines suprapubischen Katheters oder bei einem Schluckecho assistieren. Nebenher bekomme ich interessante EKGs, die Auswertung eines Echokardiogramms und mir vorher unbekannte internistische Zusammenhänge erklärt, schaue bei Magen- und Darmspiegelungen und dem einen oder anderen Ultraschall zu und mir Röntgenbilder an, fülle mit meiner überaus hochgelobt lesbaren Schrift Aufnahmebögen aus und versuche mir tunlichst alles zu merken. Schön also, ich komme mir nützlich vor.

Die Waschmaschine ist noch immer kaputt, und ich ärgere mich zwar nicht maßlos aber schon ein bisschen darüber. Das Wetter ist toll, und ich freue mich jedes Mal über den Feierabend, wenn's noch warm und wunderschön sonnig ist. Den letzten Sonntag haben wir im Mauerpark verbracht, nachdem ich dem Samstag mit dem Umzug der Lekker Leben Webseite zugebracht habe. Heute treffe ich Ola im Café Bilderbuch und höre mir Lili Sommerfeld feat. Sabine Kibbel. Huii. Und dann Wochenende. Endlich ausschlafen!
25.9.09 18:35


Gratis bloggen bei
myblog.de