Aldara's Blog - Ramblings about Life, the Universe and Everything Else

Aldara's Blog

hot town, summer in the city

Hach, ich mag den Sommer. Und ich bin unendlich dankbar für die Sommerferien, die in drei Wochen anfangen, weil es unheimlich furchtbar ist, in der Hitze kitteltragend in schwülen Patientenzimmern zu stehen. Passiert aber dieses Semester nur noch zwei Mal, wenn ich das richtig im Kopf habe. Chirurgie ist vorbei, in Derma machen wir nächste Woche Altklausurfragen, bleiben nur noch zwei Wochen Innere. Hui!

Vorgestern war ich im Plötzensee schwimmen. Heute hab ich Wassermelone gegessen und einen Mojito vor mir stehen. Nacher werde ich noch eine Gazpacho zubereiten und ich habe auch schon diverse andere Suppen rausgesucht, die man nicht kochen muss. Nudelsalat und Tabouleh gehört eh von jeher zu meinen Lieblingsspeisen. Und Kaffee mit Vanilleeis ist echt lecker. Sommer ist toll!

Ich bin dafür, dass wir wieder einen Sommer wie 2003 haben werden. Der Weißwein der da entstanden ist... *mmmmh*
2.7.09 19:12


Berlin du bist so wunderbar, Berlin

Ich lebe ja unheimlich gerne in Berlin. Die Stadt ist total vielseitig. Je nachdem mit wem man unterwegs ist kann man hippe, elegante, gemütliche, kultige, abgewrackte, relaxte, grüne, schnelle, leise, laute, chillige, hektische Orte, Restaurants, Cafés, Läden, Straßen finden, im Park liegen, grillen, jeden Tag ein anderes Stück im Theater, Oper, Ballett, Kabarett sehen, ins Museum gehen, tausend unterschiedliche Spezialitäten essen und guten Döner für 2,30 Euro bekommen (bzw. nicht ganz so guten für ab 1,50 Euro), tanzen, trinken, mit lauter Musik Leute in der Ringbahn nerven, Freilichtbühnen und Open-Air-Kinos besuchen, in den Schlachten-, Plötzen- oder Wannsee springen... Man kann alles kaufen, wenn man den richtigen Laden findet (nicht immer ganz einfach, im Zweifelsfall mal im KaDeWe nachfragen, sagen zumindest die alteingesessenen Wessis), man kann zu jeder Uhrzeit ein öffentliches Verkehrsmittel finden, das einen zumindest in die Nähe von zu Hause fährt (auch wenn's hin und wieder mit drölfmal Umsteigen und längeren Wartezeiten verbunden ist). Es ist ziemlich toll hier. Am allertollsten ist natürlich, dass ich gute Freunde hier habe, so dass ich nicht jeden Tag ins Theater gehen muss um mich zu amüsieren und auch Clubs nicht allzu häufig aufsuchen und Unmengen Geld für Getränke ausgeben muss um Spaß zu haben.

Ich habe auch wirklich gerne in Brentwood gelebt. Auch wenn man da selbst zum 1km entfernten Freibad mit dem Auto fahren musste um nicht überfahren zu werden. Mit dem Auto konnte man Freibäder, Kinos, Malls, Starbucks, Barnes&Nobles, Ben&Jerrys und den Park erreichen, unheimlich viel Zeit beim Schwimmen und Sonnenbaden Arbeiten verbringen, 1/3 seines Taschengeldes in nutzlosen Kleinkram, Klamotten und Frappucchinos stecken... Ich habe total viel Zeit mit meinen Girlfriends verbracht, Englisch gelernt, gekocht, Kiddies bespielt, Daytrips und Wochenendausflüge gemacht, ganze Sonntage im Kino gesessen... Okay, ich bin mir nicht ganz sicher ob ich mein Leben lang ohne ordentliches Brot und mit der amerikanischen Mentalität klarkommen würde, aber grundsätzlich war das Leben in Brentwood/Nashville richtig schön. Sommer von April bis Oktober, Supermärkte die 24/7 aufhaben... hat schon seine Vorteile.

Aber mal ganz ehrlich, auch in Wangen bin ich unheimlich gerne, wenn ich da bin. Schnee im Winter, Cabrio fahren im Sommer, genau wissen wo man was findet, alte Freunde treffen, Essen bei Mami, grüne Wiesen, zum See fahren dauert mit dem Auto genau so lang wie in Berlin mit der S-Bahn... Ach ja.

Ich könnte also nicht sagen, ob ich ein Stadt- oder Landkind bin. Obwohl ich ja sehr gerne einen Garten oder zumindest einen Balkon hätte. Und auch gerne mal ins Theater gehe. Hmm.
3.7.09 19:08


kreativ

Hihi, ich habe heute Aquarelltape gekauft. Das wollte ich schon seit Ewigkeiten. Mit dem Malen ist es wie mit vielen anderen Sachen auch, man hat immer Ausreden. Ich hab seit über einem Jahr eine Idee, die ich sehr gerne malen wollte, aber es scheiterte (in meinem Kopf) an einem Farbtopf und Aquarelltape. Ja, ich weiß, Farben kann man mischen und Aquarelltape ist jetzt nicht so essentiell (das ist gummiertes Papierband, mit dem man nasses Papier auf einem Untergrund festkleben kann, damit sich das Papier beim Malen nicht wellt. Cool, nicht? Aber wie gesagt, nicht eben essentiell...)
Jedenfalls stand ich letzte Woche irgendwann im Idee (wie irgendwie ständig in den letzten Wochen) und hab gesehen, sie haben auch VanGogh Aquarellnäpfchen und die Farbe, die mir seit Monaten im Kopf vorschwebt (lila), da hab ich zugeschlagen. Und jetzt trocknet das mit Aquarelltape festgeklebte Papier so vor sich hin und ich werde gleich eine Gewitterstimmung in grau, lila und gelb hinzaubern.

Überhaupt bin ich mal wieder auf dem Kreativtrip. Kommt ja nicht eben ständig vor, aber letzte Woche bei 48h Neukölln (Berlins größtem Kunstfestival, wenn man nach Ausstellern geht) habe ich diese absolut tollen Skizzenbücher gesehen, mit fantastischen Ideen drin. Jetzt will ich auch wieder regelmäßig Skizzen malen! Es ist einfach toll, in alten Skizzenbüchern zu blättern und zu sehen, was man mal alles konnte bzw. wie man sich weiterentwickelt hat. Als College-Kurse für mein Aupair-Jahr hab ich ja auch Zeichenkurse belegt, für die wir drei Skizzen pro Woche anfertigen mussten, das Skizzenbuch hab ich vorher mal rausgekramt und durchgeschaut. Da kommen auch Erinnerungen hoch. Muss demnächst mal wieder meinen Hosties mailen.

Jedenfalls hab ich zusätzlich zum Aquarelltape ein Skizzenbuch mitgenommen, das nicht zufällig dem bei 48h Neukölln gesehenen in etwa in Größe entspricht. Klein genug, um es in der Tasche mit rum zu tragen, aber groß genug um sich nicht allzu sehr bei zeichnen einschränken zu müssen. Und mit etwas schwererem Papier als es bei Notizbüchern so üblich ist.

Na dann mal los!
3.7.09 19:12


Fragen, die die Welt bewegen...

... oder zumindest mich, grade jetzt:

  1. Warum genau bekommt man im Sommer, wenn es sehr warm ist, Erkältungen? (Ich hab keine Lust, bei der Hitze Tee zu trinken!)

  2. Warum sind alle Pfefferminz-Topfpflanzen, die man im Supermarkt kaufen kann, von Läusen befallen? (Und warum kaufe ich sie immer wieder? Das nächste Mal ziehe ich meine eigene Pfefferminze...)

  3. Was soll man essen, wenn es warm ist und man keine Lust hat, in der heißen Küche zu stehen, aber die Nase voll von belegten Broten hat? (Und der Nudelsalat wird auch langsam langweilig.)

  4. Wo bekommt man eine sich selbst aufräumende Küche her? (Und kann man da auch sich selbst saugenden Boden bekommen?)

  5. Was soll man tun, wenn einem langweilig ist, aber keins der zehn neuen Bücher gerade interessant aussieht, geschweige denn eins der anderen Zeitvertreibe-Hobbies? (Und Lernen ist auch nicht der Kick.)
16.7.09 15:37


Gedanken

Ist es nicht seltsam, wenn die Vorstellungen von der Zukunft klarer werden, aber die Energie, mit der man die Gegenwart angeht, trotzdem nicht größer wird? Vielleicht liegt es daran, dass die Gegenwart nicht als direkter Pfad zur Zukunft erkannt wird...

Ich studiere so vor mich hin. Das erzähle ich auch jedem, der mich fragt, wie's mir so geht und was ich so mache. Und so fühlt sich das auch an. Ich kann kaum erkennen, dass das, was ich da tue und lerne, mal zu dem führen soll, was ich später mal tatsächlich machen will!
Was wahrscheinlich damit zusammenhängt, dass ich nicht als Stationsarzt enden will.
Der Anfang des Semesters war noch ganz gut. Querschnittsfächer finde ich klasse, da wurde viel Grundlagenwissen nochmal vertieft. UaK hat zumindest den Kontakt zum Patienten, auch wenn ich es nicht unbedingt sinnvoll finde, sechs Studenten mit einem Patienten alleine zu lassen um ihn zu befragen und zu untersuchen. Man wurschtelt sich nämlich so durch die Anamnese, lässt sich vollquatschen und hört vielleicht einmal aufs Herz, und hinterher hat man vielleicht eine kurze Geschichte, aber viel schlauer ist man nicht. Ein Feedback zur Anamneseführung, das wäre mal toll. Und ein Unterricht, der nicht so total frakturiert ist, dass man sich kaum ein Bild des Ganzen machen kann. Mal ganz davon abgesehen, dass er auch nicht auf die Klausuren vorbereitet.
Und dann wäre da noch Patho. Wo zwei Dozenten hundertzwanzig Studenten in fünfundvierzig Minuten ein halbes Dutzend schlecht fixierte, mikroskopische Präparate näher zu bringen versuchen. Während man Glück hat, wenn man weiß, um was es gerade geht, geschweige denn festzustellen, welche von den komischen Zellen, die es unter meinem Mikroskop glaub ich gar nicht gibt, jetzt die sind, die man eigentlich finden soll.

Hmpf.
Drücken wir die Daumen fürs nächste Semester. Man soll die Hoffnung ja nie aufgeben.
20.7.09 23:14


Huiiii! Ferien!

Nachdem mit dem gestrigen Klausurenhammer das Semester ja endlich überstanden ist, war ich heute, vor lauter Angst vor ferieninduzierter Langeweile unheimlich produktiv. :D

Nach dem ausschweifenden Kunstretter-Treffen gestern musste erstmal ziemlich viel abgespült werden, danach hab ich mich dran gesetzt, die Webseitenaktualisierung, die ich brandybuck schon vor Ewigkeiten versprochen hatte, umzusetzen. Die aktuelle Seite ist glaub ich aus der Zeit, als ich auch das erste Mal angefangen habe, html zu lernen (um einen Jungen zu beeindrucken *lol* - mit dem ich allerdings nun über sieben Jahre später immer noch zusammen bin, hat sich also gelohnt ;-) ) und besteht noch aus Frames, als Aufzählungszeichen werden stylische rote Kugeln verwendet usw. Ich war also erst mal stundenlang (also ca. 3) damit beschäftigt, veraltete Tags und Styleelemente gegen tolles, neues, strukturorientiertes xhtml 1.1 auszutauschen. Dann hab ich noch ein bisschen am Stylesheet rumgespielt, bevor - huiiii! - Maike vorbei kam um uns zum Plötzensee abzuholen.

Da war auch schon Annika, mit der wir uns hübsch an den Sandstrand gelegt haben und auch noch ne Runde im wirklich sehr erfrischenden Wasser geschwommen sind. Allerdings wurde nach ner Weile chillen im Liegestuhl die Musik dermaßen nervig (komischer neunzigerjahre technopopkram) und wurde auf Nachfragen vom obercoolen Barmensch auch nicht umgestellt (was willste denn hören? Volksmusik??) so dass wir uns davon verabschiedet haben und von Maike durch halb Berlin zum Boxhagener Platz kutschiert wurden. Da gabs im Burgeramt/Frühstücksbox unheimlich leckere Burger mit Pommes zu MacDonalds-Preisen (für mich Chicken-Burger mit Guacamole und Mango, Schatz bekam einen Chili-Cheese-Burger), die wir im Park verspeisten bis die großen Tropfen vom Himmel kamen. Die haben uns in Maikes Auto flüchten lassen, die Annika dann netterweise zu ihrer noch anstehenden Verabredung und uns zur U-Bahn fuhr.

Jetzt bin ich satt, gfräß und glücklich und werde noch ein wenig lesen. Nachdem Amazon und Hugendubel in den letzten zwei Wochen knapp 20 Bücher Ferienlektüre bei mir zusammengetragen haben.

Freibad Plötzensee, Nordufer 30, Wedding
Burgeramt/Frühstücksklub, Krossener Str. 22, Friedrichshain
23.7.09 22:19


another wonderful day

Neeeiiin! Da war mein Blogeintrag schon dreiviertel fertig und dann stürzt mein Browser ab! Natürlich ohne dass ich vorher das Häkchen für "Blogeintrag regelmäßig zwischenspeichern" aktiviert hätte. Schön blöd. Statt ellenlangem und wunderschön zu lesendem Eintrag dann halt die Kurzzusammenfassung.

Nach einem sehr üppigen und sehr späten "English Breakfast" (um 14 Uhr, bestehend aus fried eggs, fried tomatoes & bacon, keine baked beans für die Dame) waren wir heute tollen Wein probieren und kaufen im Wein&Vinos und dann abends im Café Bilderbuch um uns Lili Sommerfelds Performance "Science of Soul" anzuhören.

Lili ist eine gute Freundin einiger unserer Freunde und wir haben schon viele tolle Sachen von und mit ihr gehört, neben den regelmäßigen Auftritten im CaBiBu auch mehrere Musicals (Ladies who Lunch hat mir besonders gefallen) und es macht immer Spaß ihr zuzuhören. Starke Stimme, guter Mix aus Selbstgeschriebenem und gelegentlichen Coversongs, großes Talent am Klavier auch beim Improvisieren... Dieses mal war es besonders faszinierend, weil neben den gewohnten Jazz-Soul-Stücken mit Stimme und Klavier auch eine Loopbox eingesetzt wurde. Wer noch nie eine gehört hat möge sich mal Stücke von Camille auf youtube anhören (nicht für den Sound, nur für die Technik). Jedenfalls unheimlich geil, wie ein technikgestütztes ein-Frau-acapella-Stück sich anhören kann. Die Zugabe am Schluss - Hit the Road, Jack - einfach fantastisch.

Ich freue mich jedenfalls schon auf das nächste Mal (am 7. August, auch wieder im Café Bilderbuch).

Wer übrigens Lust hat, mehr über den Abend und diverse andere tolle Locations und Events in und um Berlin zu lesen, dem empfehle ich das neue publizistische Projekt meiner guten Freundin Annika: Flaneurika, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, drei Monate lang die Stadt zu erkunden und eine Art Reiseführer-Blog darüber zu schreiben.
25.7.09 01:39


summerloving

Irgendwie kommt es mir so vor, als würde ich diesen Sommer viel intensiver erleben, als meine bisherigen Sommer in Berlin. Gut, der letzte Sommer ging auch vollkommen im Lernstress fürs Physikum drauf, während ich viele Sonnenstunden lang in den roten Sesseln der philologischen Bibliothek oder vorm Computer am Kreuzen saß. Aber den Sommer vor zwei Jahren erinnere ich mich nicht besonders detailreich. Mein Fotoalbum sagt mir auch nur, dass es mindestens ein Picknick im Tiergarten gab.

Es liegt glaube ich mit daran, dass die liebe Annika beschlossen hat, bevor sie nach Paris geht nochmal ganz viel von Berlin zu sehen und zu erleben und darüber zu bloggen, so dass wir in den letzten Tagen fast täglich irgendwas unternommen haben. Aber manchmal ergibt es sich einfach auch. Gestern wurde aus nur einem verabredeten Eisessen ein ganzer Tag unterwegs, angefangen mit Sonnenbaden im Schlosspark Charlottenburg (weil die Sonne so schön schien) über Eisessen mit Annika und Miriam (Schneemänner und Wundertüten im "Eisladen" in der Luisenstraße, weil die Eismanufaktur überfüllt war - das Eis war sehr lecker und es gibt lustige Sorten, mein Schneemann bestand aus Mojito, Dragonfruit und Schokolade-Kirsch *yum*), dann Katzenfüttern in Pankow (die Katzenmama ist grade im Urlaub und Miriam ist Ersatzmami) und spontanes Abschiedsgrillen für ne Kommilitonin, die ein Jahr nach Spanien geht, im Montbijoupark.

Heute waren wir dann um 11 Uhr schon an der Schönleinstraße verabredet, um über den Markt am Maybachufer zu bummeln, damit wir heute Abend schön kochen können. Der Markt ist echt schön (wenn auch nichts für Leute mit Klaustrophobie), ein Mix aus Ständen mit Obst und Gemüse, Schmuck, Stoff, Gewürzen, Fladenbrot, Oliven, Blumen usw. Eigentlich bekommt man da glaub ich fast alles - und teilweise zu unglaublich günstigen Preisen. Drei Riesenbunde Petersilie: 1 Euro; das Kilo Wassermelone 19 Cent, eine riesige Kiste Pfirsiche für 2 Euro... Auch Biostände mit Mirabellen und Sauerampfer und Zucchiniblüten... echt schön.
Aber jetzt muss ich erst mal los, zu Annika zu unserem orientalischen Abend mit Tee aus dem Samowar, Shisha und den heutigen Einkäufen...

Der Eisladen, Luisenstr. 14, S Hauptbahnhof/U Oranienburger Tor
Eismanufaktur, Auguststraße 63, U Oranienburger Tor
Markt am Maybachufer, U Schönleinstr., Di+Fr 11-18:00 Uhr
28.7.09 18:58


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