Aldara's Blog - Ramblings about Life, the Universe and Everything Else

Aldara's Blog

i got excited and made something

Vorgestern Abend lag ich im Bett und konnte stundenlang nicht einschlafen. Warum? Unter anderem hatte ich eine kreative Idee! Gestern Mittag, zwischen lauter Uni-Veranstaltungen, war ich dann gleich bei Idee um mich mit den entsprechenden Utensilien einzudecken, weil heute eine Freundin Geburtstag hat, für die ich noch kein Geschenk hatte. Ein Blick auf DaWanda hat mir auch gezeigt, dass nicht schon Dutzende anderer Leute die gleiche Idee hatten. Ähnliche Ideen schon aber nicht das gleiche. Yay!

Gestern Abend dann also mein erster Versuch, der gleich mal dafür gesorgt hat, dass ich fast keine weißen Knöpfe mehr habe:


Gottseidank kam heute dann das Päckchen von zu Hause an, in dem die Knöpfe von Oma, Tante und diversen Bekannten drin waren, die ich mir in den Ferien erbettelt hatte. Und jetzt habe ich auch eine:


Ich finde sie alle beide echt schön und bin immer noch so begeistert von meiner Idee, dass ich überlege, selbst ein DaWanda-Konto zu eröffnen und die Ketten zu verkaufen. Ich könnte mir auch andere Designs vorstellen, mit mehreren Einzelketten und kleinen Perlen dazwischen, oder auch als Armband... Aber dazu brauche ich noch viiiiiel mehr Knöpfe! Wo soll ich die denn alle herbekommen? Omilein muss ich nochmal anschreiben, weil ich nur die schönsten Knöpfe aus der Schatulle mitgenommen habe. Vielleicht gibt sie mir die anderen auch weiter? Und ich hab mir schon überlegt, ob man in so Antiquitättenladen wohl Knöpfe bekommt? Oder auf dem Flohmarkt? Alte Damen auf der Straße ansprechen, ob sie eine Knopfschatulle haben, die sie nicht mehr brauchen...? Hach, ich liebe Knöpfe...
30.4.10 20:20


:-)

Ich bin grade ziemlich zufrieden mit meinem Leben. Gut, ich gehöre generell zu den eher glücklichen Menschen, aber im Moment ist irgendwie alles im Flow.

Heute hatte ich eine InterPOL-Tutorenfortbildung und habe gemerkt, wie viel ich im letzten Jahr gelernt habe. Ich habe gewiss viele Fehler gemacht mit meinen Gruppe und hatte am Anfang wenig Ahnung, aber inzwischen fühle ich mich richtig sicher, konnte in der Fortbildung auch Beiträge leisten und wenn ich mir so die neuen Tutoren anschaue mit ihrer Unsicherheit und ihren Fragen, weiß ich genau, so war ich auch am Anfang. Und jetzt? Die erfahreneren Tutoren und vor allem die Reformis haben immer noch um einiges mehr Ahnung von POL, aber es läuft. Fehler machen ist gut, man muss sie nur erkennen. :-)

Dann ist das Wetter einfach toll. Die Sonne strahlt, der Himmel ist blau, aber selbst wenn es regnet riecht es einfach überall so toll! Nach Blumen und Blüten und Natur, selbst hier in der Großstadt. Ich hab mich neulich darüber unterhalten und musste wieder mal feststellen, Geruch ist wirklich mein allerliebster Sinn. Man kann mich unheimlich glücklich machen mit guten Gerüchen. :-) Es wäre auch der totale Horror für mich, nicht mehr riechen zu können. Sehen, Hören, Tasten, Geschmack (also der auf der Zunge, süß-sauer-salzig-bitter) - das könnte ich alles irgendwie kompensieren, Braille oder Lippenlesen lernen... aber meinen Schatz nicht mehr riechen, Sommernächte, Erdbeeren, frisch geschnittenes, warmes Heu im Katzenfell, heiße Schokolade und Zimtplätzchen? Nein danke.

In der Uni machen wir auch grade total viele interessante Sachen. Die Schmerzvorlesung ist toll, Augenheilkunde und der HNO-Kurs auch interessant - und ich bin total fasziniert von der Neurologie. Neuroanatomie fand ich schon in der Vorklinik richtig spannend. Leider kann ich mich nicht mehr an alles erinnern, das muss dringend nochmal nachgelesen werden - und dann fange ich mit den Büchern an, die ich sonst so aus der Bib ausgeliehen habe. Neuropsychologie klingt auch wirklich spannend...

Und dann war ich heute wieder Laufen. Gestern wäre eigentlich Tag 7 dran gewesen, mit 4x8 Minuten joggen, aber irgendwie hab ich es verpeilt. Heute hatte ich dann keine Seminare und hab meinem Schweinehund nochmal ein Schnippchen geschlagen - und, Wunder was? Alles ging ganz einfach. Das erste Mal hab ich nach 11 Minuten auf die Uhr geschaut und weil es gerade so gut lief beschlossen, bis15 durchzulaufen. Vielleicht lags an der Musik (wobei ich wirklich Probleme habe, beim Laufen mit MP3-Player meinen Atem an meine Schritte anzupassen und nicht im Takt zu atmen), nach 5 min Gehpause ging's dann nochmal 10 Minuten und zum Schluss noch mal 7 nach Hause.
Das hat mich schon beeindruckt. Wo ich vor 10 Tagen die drei Minuten nicht durchhalten konnte und selbst letztes Mal, bei den 6-Minuten-Intervallen frühestens nach vieren auf die Uhr geschaut und mich gefragt habe, wann endlich die nächste Pause kommt... Da sehe ich langsam auch die Attraktion, die das Laufen hat - nicht nur die Qual, die es am Anfang ist. :-)
28.4.10 23:33


on a rainy spring night

I'm feeling rather meditative tonight. It's probably an after-effect of my first Pilates class, which was really rather good, not to sweaty, not too hard but still slightly challenging - and it was held in the most beautiful university gymnastics room I've ever seen: on the top of the building, with windows making up the ceiling. It was raining and you could watch the clouds go by, it was wonderful. When I was leaving the building, I found the perfect music for my mood on my mp3-player: the first handful of songs from the first season Grey's Anatomy soundtrack. I've no idea what genre to call them, they sound similar to some songs I like on the "Sommersturm"-soundtrack... a little garage-band-like, not too high-tech, good voices, melodic but with a good rhythm. In the underground I felt kind of calmly happy, meditative and content. As I left and got up the stairs into the rain, it had that smell that's very rare here in the big city. Warm and wet and sweet, like rain and night and flowers. Not the wet hot pavement smell of summer rain but the more subtle wet spring flowers with a taste of early summer rain. It reminded me a lot of Nashville, where the spring months used to be warm and wet, not cold enough to mind being outside, you could sit under some umbrella and watch the rain, dream and enjoy the smell. Nice and meditative.
26.4.10 21:31


april, april!

Heute ist ein Apriltag. Manche Tage schmecken schon nach Mai, aber heute ist definitiv April. Strahlende Sonne, dann in Minuten eine schwarze Wand, Sturmböen, Platzregen (oder auch nur ein paar Tropfen), 2 Minuten Schnee (bei 8°C!!) und wenig später wieder Sonnenschein. Gefühlte 10°C Temperaturunterschied in 10 Minuten. Lustig.

Nachdem ich gestern und vorgestern mordsmäßig Oberschenkelmuskelkater hatte (und die lustige Anleitung eh vorschlägt, jeden 2. Tag eine Pause einzulegen), war ich nicht joggen. Heute habe ich meinen inneren Schweinehund aber nochmals überwunden - und war ziemlich frustriert, als ich diesmal schon beim 3. Dreiminuten-Laufintervall total aus der Puste war. Netterweise wurde ich da auch von einer jungen Joggerin überholt, die mir mein Problem anschaulich gemacht hat: bei den vielen durchtrainierten Joggern, die mit Marathon-Schritten durch die Straßen und Parks von Berlin rennen, habe ich völlig außer Acht gelassen, dass "leichtes Jogging" wahrscheinlich nicht Marathonschritte sondern eher joggen in einer flotten Gehgeschwindigkeit bedeutet... schön blöd, kein Wunder, dass ich außer Puste war. Nachdem ich dann meine Geschwindigkeit angepasst hatte, waren die restlichen Jogging-Intervalle auch kein Problem mehr und ich denke, dass ich übermorgen die 6x5 Minuten mit 2 Minuten Pause dazwischen auch hinbekommen sollte. :-)
21.4.10 18:59


*kopfschüttel*

Boah, ist meine Kondition im Eimer. Da bin ich jetzt - reflexartig wollte ich 21 sagen, so alt fühle ich mich wohl unterbewusst (andere Leute sehen mich noch jünger, in der Famulatur haben mich ein paar für eine Schul-Praktikantin - Alter ca. 16 - gehalten und vorgestern musste ich mal wieder in ner Bar meinen Ausweis zeigen) - jedenfalls, 23 bin ich jetzt, normalgewichtig (am oberen Rand aber immerhin), nicht besonders unsportlich... Und habe heute meinen inneren Schweinehund überwunden, mir den schon ewig vorgenommenen Vorsatz, regelmäßig Joggen zu gehen, vor Augen geführt und Step 1 von "Fit in 14 Tagen" ausgeführt.

Ausführen wollen. Acht mal je drei Minuten locker joggen und zwei Minuten gehen klingt ja jetzt ziemlich machbar. Pustekuchen (und das ist mir jetzt wirklich ein bisschen peinlich). Nach drei Mal joggen war ich so außer Puste, dass ich die Jogging-Intervalle auf zwei Minuten runter setzen musste. Das ging dann mit Müh und Not bis zum Ende. *kopfschüttel* Aber klar, der Körper gewöhnt sich an (Nicht-)Belastungen - und seit Februar hab ich außer die eine oder andere Treppe zu steigen quasi nichts gemacht. Das letzte Ausdauer-Training wahrscheinlich zu Schulzeiten (obwohl der Rock'n'Roll-Kurs vor drei Semestern wahrscheinlich auch mitzählen würde) und selbst da war ich eher der Tanz-, Turn- und Volleyball-Typ, dessen miese Leichtathletik-Noten nur durch das Winterhalbjahr einigermaßen ausgeglichen wurden.

Jedenfalls drücke ich mir mal die Daumen, dass ich zumindest diese 14 Tage durchhalte - auch wenn bei mir bis zum 30 Minuten Dauerjoggen vielleicht 20 Tage vergehen werden. Wir werden sehen. Ich brauche dringend ein bisschen Ausdauer- und Kardiotraining - und die zwei Kilo Winterspeck würde ich auch gerne wieder loswerden.

Bild: sxc.hu
18.4.10 11:59


schön

Heute ist ein schöner Tag. Nicht nur ist der Himmel strahlend blau und voller Sonnenschein, nein, meine InterPOL-Gruppeneinteilung, von der ich sicher war, dass sie praktisch den ganzen Tag dauern würde, war schon nach etwas über einer Stunde beendet. Huii! Gut, im Moment sitze ich trotzdem drinnen. Bei dem Wetter habe ich immer unbändige Lust, aufzuräumen und zu putzen, damit es drinnen genau so schön strahlt wie draußen. Ich werde aber noch rausgehen, ganz bestimmt. Einkaufen muss ich eh noch.

Außerdem bin ich wieder total näh-motiviert. Nachdem meine Schneiderpuppe noch nicht fertig (geschweige denn angefangen) ist, wird's wohl kein Kleid werden - aber der schwarze Rock mit weißen Punkten, dessen erste Version mein kleines Schwesterherz bekommen hat, ist einfach genug und schnell zu nähen, dass das auch ohne Schneiderpuppe geht.
17.4.10 17:08


ich bin wieder hier

Die Ferien sind vorbei. Einerseits hätten sie meinetwegen gerne auch noch etwas länger sein dürfen, damit ich noch etwas mehr Zeit gehabt hätte, mich mit meinen lustigen Hobbys zu beschäftigen. Andererseits ist es auch schön, mich wieder mal mit sinnvollen Dingen wie Todeszeitpunktbestimmungen (ja, Forensik dieses Semester) und traumatischen Augenverletzungen zu beschäftigen, Kommilitonen wieder zu sehen und ein bisschen zu arbeiten. Und das Sommersemester ist eh schön, jetzt kommen erst mal Bärlauch-, Spargel- und Erdbeerzeit und dann ist der Sommer da! Strandbad- und Grillsaison, juhuuu!

Die fast sieben Wochen, die ich zu Hause verbracht habe, waren auch richtig schön. Auch wenn ich ab und zu vom vielen Spülmaschineeinräumen genervt war. ;-) Meine Mami hat unheimlich viel leckeres Essen gekocht, ich bin stundenlang mit meiner Familie um den Tisch gesessen und habe Fußball geschaut (trotz meiner Abneigung gegen Sportfernsehen, und es war trotzdem schön), wir haben gemeinsam selber Nudeln gemacht und waren ein paar Tage in Italien... :-) Schön. Außerdem hab ich die süße wilde und gefährliche Annika besucht und wir haben auf dem holländischen Stoffmarkt ganz tolle Stoffe eingekauft, haben uns zusammen Alice im Wunderland von Tim Burton angeschaut (seither will ich Schwertkampf lernen. Frauen mit Schwertern sind cool!) und haben uns unheimlich an unserer gegenseitigen Anwesenheit erfreut. Huiii! :-)

Meine Famulatur war auch nett, das Team sehr sympatisch und die Praxis wunderschön. Ich fand die Homöopathie und die anthroposophischen Anklänge sehr interessant und auch wenn ich mir sehr darüber im Klaren bin, dass beides auf sehr wackligen wissenschaftlichen Beinen steht, habe ich gesehen, dass die Patienten sich in der Praxis unheimlich wohl fühlen und sich gut behandelt gefühlt haben. Zusammen mit der Tatsache, dass die Schulmedizin genau so ernst genommen wurde, fand ich das ein sehr beeindruckendes Konzept. Insgesamt hab ich wohl am meisten in Hinblick auf Beobachtung/Einschätzung des Patienten und auf Anamnese und körperlich-psychische Zusammenhänge gelernt. Nachdem das alles Sachen sind, die man nicht überall lernen kann (im Gegensatz zu Untersuchung und Befundung), bin ich trotz der Tatsache, dass ich kaum was selbst machen konnte, sehr zufrieden mit der Famulatur.

Jetzt bin ich wieder in Berlin gelandet und happy, wieder mit meinem Schatz kuscheln zu können. :-) Zum Einstand und um alle mal wieder zu sehen, haben wir einen riesigen Nachosterbrunch veranstaltet, mit leckerem selbstgebackenem Brot und Hefezopf und viel Sekt mit Erdbeeren und selbstgemachter Himbeermarmelade und Obst... *mjam* Hach war das schön.

Und jetzt hat das Semester wieder angefangen, so dass ich mich bis Juli auf alle Fälle nicht langweilen muss. Gestern hatte ich schon Psychiatrie (was chaotisch aber interessant war), ansonsten ist das Semester von allen Kopf-Hals-Fächern belegt. HNO, Neuro, Augenheilkunde, MKG und Neurochirurgie... Außerdem noch Ortho und ein Schmerzkurs. Und die Forensikvorlesung. Ich bin ja mal gespannt.
13.4.10 12:47


gemüse mal anders - nudeln mit erbsensauce

Erbsen mag ich total gerne. Kochen tue ich sie trotzdem selten, weil sie für mich ein totales Beilagengemüse sind. Mit Reis oder Kartoffeln zu Fisch oder Schnitzel - prima! Aber sonst? Tollerweise bin ich neulich auf ein sehr einfaches und schnelles Rezept für Nudeln mit Erbsensauce gestoßen - zwei meiner Lieblingsgerichte in einem!

Zutaten für 4-5 große Portionen
400-500g Nudeln (Penne, Farfalle, Spaghetti...)
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
300g TK-Erbsen
150g Sahne oder saure Sahnene
250ml Gemüsebrühe
Pfeffer, evtl. Salz

Nudelwasser zum Kochen bringen, salzen und die Nudeln bissfest kochen. Derweil Zwiebel und Knoblauch würfeln und in etwas Öl glasig dünsten. Erbsen dazu geben und ein paar Minuten mitdünsten. Mit Gemüsebrühe und Sahne ablöschen, aufkochen lassen und ein paar Minuten weiterkochen. Mit dem Pürierstab oder im Mixer pürieren und mit Pfeffer und evtl. Salz abschmecken. Mit den Nudeln servieren. Für ein bisschen mehr Pep kann man auch ein bisschen gebratenen Speck oder klein gehackte Walnüsse darüber streuen.

Ich mag an der Nudelsauce sehr gerne, dass sie das frische Grün der TK-erbsen behält. Das bringt ein bisschen Frühling in das End-Winterwetter!

Foto: sxc.hu
24.2.10 10:58


ein Karokleid

Nähen ist eigentlich ein sehr befriedigendes Hobby. Am Ende hat man etwas in der Hand, das man (mit etwas Glück) tatsächlich tragen kann, das einem gut passt und steht und gut aussieht. Gut, ganz so weit bin ich noch nicht (vor allem, was das Passen angeht), aber ich hoffe, das wird sich ändern, wenn ich mir demnächst eine persönliche Schneiderpuppe gebastelt habe. Die Gipsbinden und den Tapentenkleister habe ich schon - aber ich glaube, ich werde das Projekt auf April verschieben, wenn das Wetter etwas wärmer ist und ich wieder in Berlin bin.

Was das Karokleid angeht - ja der Reißverschluss am Rücken steht immer noch ab. Das ärgert mich ungemein, weil der Rest des Kleides richtig schön geworden ist. Aber ich denke, man kann es tragen.

Und hier ein paar Dinge, die ich beim Nähen dieser drei Kleider gelernt habe:

1. Stretchstoffe sind schwierig - auszuschneiden, anzupassen, zu nähen
2. wie man einen Reißverschluss richtig einnäht
3. bei französischen Nähten sollte man mehr als 1,5-2cm Nahtzugabe haben
4. dafür fransen sie nicht
5. vor dem Annähen des Besatzes nochmal genau nachdenken und Platz für die Schulternähte lassen
6. 40cm Reißverschluss am Rücken sind sehr knapp bemessen!
7. mit Vlieseline lässt sich der Besatz um einiges besser umbügeln, aber ganz zufrieden bin ich noch immer nicht
8. Futter nie unten am Saum annähen
9. immer schön alle Nähte auseinanderbügeln

Noch was? Mir fällt gerade nichts mehr ein. Mal sehen, was ich in Zukunft so herausfinde...
18.2.10 15:48


hmpf

Ok, this is depressing...

Ich habe gestern ein neues Kleid angefangen. Ich dachte, ich gebe meinem Etuikleid-Schnitt noch ne Chance und habe mir den schwarz-weiß karierten Stoff vorgenommen. Er war auch einfacher zu verarbeiten als der grüne, nicht so stretchig (aber dafür sehr fusselig/ausfransend). Ging alles gut, ich bin nochmal nach Anleitung vorgegangen statt aus dem Kopf zu nähen und ich habe sogar französische Nähte verwendet! Ok, möglicherweise war der Stoff dafür etwas dick, aber er war so fransig und ich mag die Zickzack-Abschlüsse nicht...

Ich habe auch rausgefunden, wie man Reißverschlüsse wunderschön einnäht! Nachdem der letzte so hässlich wurde - trotz Reißverschlussfuß - dachte ich, ich nähe mal gaaanz nah an den Zähnchen entlang. Und habe festgestellt, dass der Fuß auch dann nicht über die Zähnchen rutscht, wenn man ihn quasi darauf zu nähen lässt. Er näht einfach nur sehr nah daran entlang. Ich kam mir ein bisschen dämlich vor, dass ich das nicht früher bemerkt hatte... Aber es war ja auch erst mein vierter Reißverschluss insgesamt bzw. mein zweiter mit dem entsprechenden Füßchen.

Für den Besatz habe ich extra Vlieseline eingekauft, damit er nicht absteht und den hübschen schwarz-weiß gepunkteten Futterstoff verwendet. Und dann habe ich, trotz dreimaligem Nachschauen in der Anleitung, zwei saublöde Fehler gemacht. Erst habe ich beim Annähen des Besatzes an den Schulternähten nur die Nahtzugabe freigelassen und dann habe ich die Nähte zusammengenäht, ohne vorher den Besatz umzudrehen und die Nahtzugaben gleich zurückgeschnitten. *seufz*

Fehler Nr. 2 ist mir relativ schnell aufgefallen - Umdrehen ging anschließend nicht mehr. Man sollte offensichtlich nicht weit nach Mitternacht nur deshalb noch nähen, weil man etwas schnell fertig bekommen will! Jedenfalls bin ich frustriert ins Bett gegangen und habe heute morgen die Nähte wieder aufgetrennt. Dann wurde es schwierig mit den Schulternähten. Schon zurückgeschnittene Nahtzugaben, der Besatz ging auch bis ganz nah dran - kaum Platz zum Nähen. Die erste Naht hab ich mühselig hinbekommen (mit mehr Nahtzugabe, als mir lieb gewesen wäre), bei der anderen ist mir endlich eingefallen, wie man es richtig macht und ich hab ein Stück Besatz wieder abgetrennt, um mehr Platz zu haben. Diese Schulternaht wurde auch ganz schön, aber natürlich musste ich wegen der Symmetrie genau so viel Nahtzugabe nehmen wie auf der anderen Seite - mit dem Resultat, dass ich gerade beim Anprobieren festgestellt habe, dass die Träger jetzt zu kurz sind und der Rückenausschnitt absteht. *seufz*

Außerdem habe ich den Besatz hinten am Reißverschluss festgenäht, damit er nicht absteht - und zu nah an den Zähnchen genäht, so dass er jetzt nicht mehr zu geht. Jetzt bin ich frustriert! Hätte ich die Fehler nicht beim letzten Mal schon machen können?? Das Kleid ist sonst echt hübsch geworden und ich war sooo happy über den schönen Reißverschluss!

Na ja, jetzt werde ich die Besatznaht wohl nochmal auftrennen müssen und schauen, wie es aussieht, wenn der Reißverschluss ganz zu geht. Eventuell muss der Rückenausschnitt halt noch etwas größer werden (was große Probleme mit dem oberen Abschluss des Reißverschlusses und der Breite des Besatzes verursachen würde). Hmpf. Vielleicht mache ich erstmal den unteren Saum, damit das Kleid aufhört zu fusseln...
18.2.10 13:16


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